Erste-Hilfe-Maßnahmen für die Unternehmenskrise
Wenn Ihr Unternehmen auf eine Krise zusteuert, können Sie mit den folgenden Sofortmaßnahmen eine drohende Illiquidität abwenden und Zeit gewinnen, um die langfristige Sanierung zu planen:
- Bringen Sie eine Bareinlage in Ihr Unternehmen ein! Möglicherweise ist es Ihnen möglich einen stillen Gesellschafter einzuwerben oder bestehende Beteiligungen zu erhöhen.
- Verkaufen Sie Betriebsvermögen, das nicht unbedingt benötigt wird! Prüfen Sie für Ihre Immobilien die Möglichkeit einer Sale-and-lease-back-Lösung.
- Treiben Sie ausstehende Forderungen ein und nutzen Sie dafür ggf. auch Inkasso-Firmen! Verkürzen Sie die Zahlungsziele! Schaffen Sie durch Rabatte Anreize für schnelle Zahlungen.
- Zögern Sie Ihre Zahlungen so lange wie möglich hinaus.
- Bitten Sie Ihr Kreditinstitut und Ihre Lieferanten um etwas Geduld! Sprechen Sie offen mit Ihnen über Ihre Situation und schaffen Sie dabei Vertrauen.
- Versuchen Sie mit Ihrem Kreditinstitut einen günstigeren Kreditrahmen auszuhandeln.
- Beantragen Sie ein Liquiditätssicherungsdarlehen, zum Beispiel bei der KfW-Mittelstandsbank. Damit können Aufträge vorfinanziert oder Mittel für Umstrukturierungsmaßnahmen akquiriert werden.
- Treten Sie Ihre Forderungen gegebenenfalls an Factoring-Unternehmen ab!
- Besprechen Sie die Situation mit den Mitarbeitern. Möglicherweise sind sie bereit, Zugeständnisse bei den Gehältern zu machen oder verzögerte Gehaltszahlungen zu akzeptieren.
