Lesen Sie nicht Bil$, lesen Sie Berlins Kulturwirtschaftsbericht
Berlin ist wirtschaftlich in einer Sondersituation. Ein Grund dafür ist die jahrelange Isolation. Was sich aber nach der Wiedervereinigung aussergewöhnlich entwickelt hat, ist die Kulturwirtschaft. Diese Entwicklung nachgezeichnet hat der zweite Berliner Kulturwirtschaftsbericht.Â
Dort erfahren Sie, welche Kreativbereiche unterschieden werden,  wie sie sich auf die Stadt verteilen, was ihre Entstehung befördert hat (eine gewisse Unordnung –  das Wort kommt vom griechischen Verb χαίνω „klaffen, gähnen“ – bedeutet also ursprünglich etwa „klaffender Raum“, „gähnende Leere“). Es wird über die Kulturpolitik des Senats berichtet und wie die Förderprogramme angelegt sind.
Berlin ist Mitglied im weltweiten Creative Cities Network  zusammen mit Buenos Aires, Barcelona, London und Toronto und wurde 2005 als die Stadt des Designs ausgezeichnet. Berlin ist mithin eine der führenden Städte im Kreativbereich.
Was hat das nun mit der Technologiebranche zu tun? Die Internetwirtschaft gehört mit einem Teil zu der Kreativwirtschaft, da wo es um UI (User Interface Design – die Benutzerschnittstelle) geht, das ist Kommunikationsdesign.
Kultur und Wirtschaft befruchten sich gegenseitig. Sonst würde Mercedes-Benz nicht als Sponsor für die Fashion-Week auftreten.
In der momentanen wirtschaftlichen Situation sind neue Ideen gefragt. Die können nur in einem kreativ offenen Umfeld entstehen.Â
Die von Trend- und Zukunftsforschern für die produzierenden Industrien vorhergesagten neuen Organisationsformen, die kleiner, schneller und fliessender seinen sollen gibt es in der Kreativwirtschaft schon. Also da gibt es viel zu Schauen und zu Lernen.

