Philipp Daniel Merckle auf Spiegel-Online über Unternehmerwerte
Philipp Daniel Merckle ist ein Sohn des Pharmaunternehmers und Milliadärs Adolf Merckle, der seinem Leben im Januar diesen Jahre ein Ende setzte.
P. D. Merckle redet in dem Interview  mit bemerkenswerter Offenheit über den Selbstmord seines Vaters, sein Verhältnis zu ihm und die Entwicklung des Familienunternehmens Merckle.
In den Gespräch äußert er, dass er seinen Vater eigentlich schon vor dem gewaltsamen Tod verloren hatte,  da sein Vater zum Spielball seiner undurchschaubaren Firmenkonstrukte geworden war.Â
Die Werte, die Merckle jun. bejaht sind: Vertrauen, Glaubwürdigkeit, verantwortliches Handeln, die Prinzipien ehrbarer Kaufleute sowie gesundes Maßhalten. Diese Werte sah er bei seinem Großvater, aber nicht mehr bei seinem Vater.Â
Familienunternehmen sind in der Rennaissance, aber sie sind komplexer als reine Kapitalunternehmen, da jedes Handeln der Familienunternehmer auf zwei Ebenen gewertet wird, auf der Ebene des Unternehmens und auf der Ebene der Familie. Oft für die Kinder des Unternehmensgründers eine tendentiell traumatisierende Aufgabe, in die Fußstapfen des Vaters zu treten.Â
Viel Verantwortung liegt m. E. aber auch im Umfeld, in der Gesellschaft. Der immer noch vorherrschende Glaube an Grösse und eine Idealisierung/Dämonisierung des Unternehmertums – hervorgerufen durch die Fixierung auf Machtstrukturen. Ich sehe Unternehmertum in erster Linie als gestalterische Aufgabe.Â
b.monitor
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Zur Quelle:
SPIEGEL-Gespräch: “Eine Kultur der Sprachlosigkeit” – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft.
Wikipedia über Adolf Merckle:
