Angel Contact 2/2009
Hier finden Sie die PDF-Version des aktuellen vom BAC herausgegebenen Magazins Angel Contact.
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“Es ist leichter, in einem leeren Swimmingpool in Kalifornien vom Blitz getroffen zu werden, als einen Wagniskapitalinvestoren zu finden.“ Durch Zuspitzungen wie diese ist das Buch „The Art of the Start“ von Guy Kawasaki international bekannt geworden. Für jeden, der darüber nachdenkt zu gründen oder bereits im Gründen begriffen ist, bietet das nicht immer bierernst gemeinte Werk zahlreiche Denkanstöße. Gleich im ersten Kapitel etwa fragt Kawasaki nach dem wirklichen Sinn des Lebens. Der Frage müsse sich schließlich jeder stellen, der ein neues Projekt startet. Denn weder Geld, noch Macht oder Prestige könnten so kraftvoll motivieren wie das Wissen darüber, dass man die Welt zu einem besseren Ort macht, dass man die Qualität des Lebens erhöht, dass man etwas Falsches gerade rückt oder das Ende etwas wirklich Guten verhindert. Die für englische Zweckliteratur typische Empathie adäquat ins Deutsche zu übersetzen ist nahezu unmöglich, denn dann klingt es schnell übertrieben oder missionarisch. Deshalb und zum Glück gibt es das Buch bisher nur auf Englisch, zum Beispiel für 20 Euro bei bol.de.
Berlin, München, Hamburg, Köln und Düsseldorf sind die fünf wichtigsten Städte für Internet-Gründungen, glaubt man der zweiten deutschen Start-up-Landkarte, die das Online-Magazin deutsche-startups.de. veröffentlicht hat. Bei der Auswertung wurden alle neuen Internet-Firmen der vergangenen drei Jahre berücksichtigt, die in der Datenbank des Start-up-Magazins vertreten sind. Insgesamt 128 neue Internet-Unternehmen haben ihren Sitz in der Hauptstadt, 118 junge Firmen sind in München, 78 in Hamburg und 45 in Köln an den Start gegangen. Auf dem fünften Platz liegt Düsseldorf mit 16 Neugründungen in den vergangenen drei Jahren. “Die Gründe für den Start-up-Boom in der Hauptstadt liegen auf der Hand: Berlin bietet viel und ist günstig”, sagt Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de. „Die Mieten und Lebenshaltungskosten sind vergleichsweise niedrig, ebenso wie die Lohnstruktur.” (Quelle: www.openpr.de)
30. Juni 2009, Hasso-Plattner-Institut, Potsdam

Innovation und Entrepreneurship sind längst als sicherer Treiber für wirtschaftliches Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit identifiziert. Es gibt kaum eine Universität, die nicht versucht, aus vergnügungssüchtigen Studenten weitsichtige und innovative Unternehmer zu machen – heute geht ohne Lehrstuhl für Entrepreneurship nichts mehr.
Jedes größere Industrieunternehmen verfügt über kilogrammschwere Innovationshandbücher, Forschungseinrichtungen suchen nach dem Entrepreneur-Gen im Menschen. Der Bund gibt in Deutschland alleine für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand „ZIM“ 450 Millionen Euro aus.
Grundlage all dieser Aktivitäten ist die Idee, Innovationsprozesse systematisieren zu können. Da werden Studien erstellt, tausende Manager befragt und die

Contact: Herr Lubkoll, Sie sind seit Anfang des Jahres Mitglied bei den Business Angels – herzlich willkommen im Club! Wie ist Ihr erster Eindruck?
Jörn Lubkoll: Ich bin von dem breiten Spektrum an Kompetenz in den verschiedensten Feldern sehr beeindruckt. Selten findet man so viel Erfahrung so fokussiert zusammenarbeitend.
Contact: Wie viel Zeit nehmen Sie sich im Monat für die Business Angels und wo fehlt die dann?
Jörn Lubkoll: Derzeit – in meiner erst kurzen Laufbahn als Business Angel – summiert sich das in etwa auf einen Tag in der Woche. Da die „Einsätze“ aber weitestgehend flexibel planbar sind, lässt sich das gut darstellen.
Technologieparkentwickler und Business Angel Hardy Schmitz spricht mit “Angels Contact” über Adlershof und den „Campus Charlottenburg“.
Contact: Herr Schmitz, spüren Sie in Adlershof die Auswirkungen der Wirtschaftskrise?
Derzeit haben wir wenig Probleme, denn Adlershof wächst jedes Jahr um fünf bis acht Prozent und bekommt auch 2009 viele positive Impulse. Das funktioniert nur, weil wir eine bekannte Adresse sind, mit einer hervorragenden Gründerumgebung und einem klaren Fokus für unsere Märkte. Wir bieten Investoren einen großen Pool wissenschaftlicher Talente aus universitären und außeruniversitären Instituten. Die Investitionen in Hardware wie Straßen und Gebäude und Software, also die wissenschaftlichen und industriellen Netzwerke, zahlen sich aus und haben nach wie vor eine große Anziehungskraft auf Investoren. Aber natürlich kann uns die Wirtschaftskrise noch die eine oder andere Havarie bescheren.
Hatte doch Oliver Numrich kürzlich unseren Business Angel Hardy Schmitz über seine Pläne mit dem Campus Charlottenburg interviewt, da dringen sensationelle Neuigkeiten an die Öffentlichkeit: Wie die Morgenpost und nun auch die taz berichtet, verhandelt der Senat mit Hardy Schmitz und Gerald Steindorf über die Vergabe eines Entwicklungsauftrages für das Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof. Projektträger wird wahrscheinlich eine Tochtergesellschaft der WISTA Management GmbH, deren Geschäftsführer Hardy Schmitz ist.
Hier setzt der Senat auf Bewährtes, haben die beiden mit dem Erfolg von Adlershof doch gezeigt, dass sie ihr Geschäft verstehen.
Der ehemalige Flughafen Tempelhof ist wahrlich eine Aufgabe, hier trifft auf profunde Weise Vergangenheit und Zukunft aufeinander. Hier stellt sich die Frage, ob man dadurch bewahrt, dass man nicht antastet oder ob man eher bewahrt, in dem man in einem bestimmten Geist weiter gestaltet – in dem Pioniergeist der damals die Flugzeugbauer und Piloten geleitet hat.
Hardy Schmitz forderte im Interview ein, dass der Berliner Business Angels Club e.V. sich mehr in die Entwicklung der Projekte engagieren sollte. Also haben auch wir hier eine neue Aufgabe.
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Nachtrag vom 3.8.09:
Die Berliner Morgenpost hat ein Interview mit Hardy Schmitz und Gerhard Steindorf veröffentlicht, in dem sie über ihr Vorgehen Auskunft geben.
http://www.morgenpost.de/berlin/article1130807/Teile_von_Tempelhof_sollen_2010_geoeffnet_werden.html