Wochenendausblick: Interessante Seiten über das Gründen und drumherum

Ei sucht Kolumbus
Die Entdeckung der neuen Welt sei überhaupt keine Leistung gewesen, wurde Christoph Kolumbus bei seiner Rückkehr vorgehalten. Schließlich hätte auch jeder andere nach Amerika segeln können. Damit angestammte Unternehmen nicht erst zu neuen Ufern aufbrechen müssen, geht das Berliner Start-Up „jovoto“ einen anderen Weg: Auf der Webseite jovoto.com können Firmen einen „Contest“ ausrufen – und hoffen, dass sich möglichst viele „Ideengeber“ mit ihrem „Kreativpotenzial“ darauf bewerben. Die wiederum sehen das ausgelobte Preisgeld und haben dadurch einen Ansporn, innerhalb einer vorher festgesetzten Frist die Konkurrenz auszustechen. Ganz im Sinne von Christoph Kolumbus, der von seinen Neidern verlangte, sie sollten ein Ei mit der Spitze auf dem Tisch aufstellen. Unmöglich? Kolumbus nahm das Ei und schlug es mit der Spitze leicht auf das Holz, sodass es eingedrückt wurde und stehen blieb. „Der Unterschied ist, meine Herren, dass Sie es hätten tun können, ich hingegen habe es getan!“ (Unter Verwendung von Informationen von de.wikipedia.org)
www.jovoto.com
Die verkaufsfördernden Eigenschaften des „Vitamin B“
Das eigene Unternehmen steht in den Startlöchern, das Konzept ist fertig – was fehlt, sind gute Beziehungen? Unter dem Motto „Jungunternehmer treffen Topmanager“ sucht der Gründerwettbewerb „Weconomy“ Start-Ups, die ihre Idee den Vorständen bekannter deutscher Wirtschaftsgrößen vorstellen möchten. Zusätzlich zum Austausch mit den Firmenbossen werden für die Sieger Workshops und Seminare zu Themen wie „Vermarktungsstrategien“ und „Kommunikation mit Kapitalgebern“ angeboten. Soeben zum Gewinner gekürt wurde zum Beispiel das Jungunternehmen „Transporting Ideas“ aus Berlin, das Stoffüberzüge als bedruckbare Werbeflächen für Autospiegel anbietet. Die Initiatoren des Projektes sind das Handelsblatt und die Initiative „Wissensfabrik“.
www.weconomy.de
Maßanzüge über das Internet bestellen geht nicht?
Geht sehr wohl – meint zumindest das junge Berliner Unternehmen „Herrenschmiede“ von Peter Waleczek. Im Internet können Stoffe und Farben ausgesucht werden, das Ausmessen kann dann auf verschiedenen Wegen erfolgen: Mit Hilfe einer bebilderten Anleitung durch eine zweite Person, bei einem der 90 Service-Partner in den größeren deutschen Städten oder zu guter Letzt kommt der Schneider auch zu einem kostenlosen Service-Termin zum Kunden nach Hause – das funktioniert allerdings bisher nur in der Hauptstadt. Zu den Anzügen hat die Firma auch die passenden Hemden im Programm. Auch diese werden über das Internet bestellt – natürlich maßgeschneidert.
www.herrenschmiede.de
Weitere Anbieter für Maßmode in Berlin:
www.cutforyou.de
www.mann-ex.de
www.berliner-massmode.de
www.gewandhaus-berlin.de
www.kuhn-kleidung.de
Junger Mitmach-Journalismus
Einmal angemeldet heißt es: „Schreib um dein Leben“. Mit diesem Slogan möchte das Internet-Newsportal ZEITjUNG eine Plattform für junge Kreative schaffen, die sich am journalistischen Schreiben ausprobieren wollen. Fünf Kategorien gibt die Seite vor – „Zeitzeuge“ (Unterhaltung), „Zeitgeschehen“ (Politik), „Probezeit“ (Bildung), „Zeitgeist“ (Kultur) und „Zeitgefühl“ (Persönliches) – mehr nicht. Zielgruppe ist die „Generation YouTube“, die Tagesnachrichten lieber aus dem Internet als aus einer gedruckten Tageszeitung konsumiert. Die Community versteht sich als Konkurrenz zu Seiten wie neon.de (Stern) und jetzt.de (Süddeutsche Zeitung) und wird von der Münchner Agentur „Das goldene Vlies – DGV“ betrieben.
www.zeitjung.de
