Angel Contact 3/2009
Hier finden Sie die PDF-Version des aktuellen vom BAC herausgegebenen Magazins Angel Contact.
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51 % der Bionade GmbH sind an die zur Oetker  gehörende Raderberger Gruppe gegangen. Verkäufer ist die Egon Schindel Holding GmbH, die den Anteil im Rahmen eines 380T€ Kredites an die Bionade GmbH erwarb.
Die Egon Schindel Holding ist selber in finanzielle Schwierigkeiten geraten und wurde von kreditgebenden Banken deswegen zum Verkauf gedrängt.
Der Kaufpreis soll nach Schätzungen ca. 20 Mio € betragen, es ergibt sich eine ansehnliche Rendite für das Investment.
Bionade war neben Red Bull eine der wenigen durchschlagenden Innovationen der letzten Jahre im Soft-Drink-Bereich. Im Gegensatz zu anderen Softdrinks ist Bionade kein Mischgetränk, sondern gebraut. Die Idee ist oft versucht worden zu kopieren, wir Berliner Business Angels bekamen vermehrt Businesspläne für Softdrink Creationen. Das Gründerteam von Bionade, die Kowalsky-Brüder sind oft auf Gründerevents und Innovationstagen gern gesehene Gäste.
Offiziell wird der Deal morgen, am 2.10.2009 auf einer Pressekonferenz in Hamburg verkündet.
„Wir haben uns richtig ineinander verknallt“, sagt Bobby Thekkekara über seine Begegnung mit den Business Angels, „wir haben ständig miteinander kommuniziert, auch mitten in der Nacht und frühmorgens, per Handy, über Skype und sogar auf Facebook.“ Der 26-jährige ist die eine Hälfte des Gründerduos von Discounto.de und für Vertrieb, Marketing und Pressearbeit zuständig. Die andere Hälfte ist Jan Dreger (28), der für die Programmierung des Portals verantwortlich zeichnet. Die Idee: Discounto veröffentlicht aktuelle Sonderangebote von Tchibo, Aldi und Co, sortiert nach Regionen, Anbietern und Kategorien.
Liv Kirsten Jacobsen, 36, ist Steuerberaterin und Hochschullehrerin. Sie spricht Englisch, Französisch und Schwedisch. Mit 16 hat sie ihr erstes Buch veröffentlicht “Abenteuer Austausch”, das zweite 2006: “Erfolgsfaktoren bei der Unternehmensgründung”. Privat steht zurzeit die sieben Monate alte Tochter ganz im Mittelpunkt.
Bundesallee 171 in Berlin-Wilmersdorf: das ehemalige Banken-Gebäude ist eines der markantesten und höchsten Bauwerke im Bezirk. 2008 übernahm die Business Alliance Center Association die 24.000 qm große Immobilie in bester Lage und machte daraus eines der größten Business Center in Europa. Seitdem schätzen nicht nur die Business Angels die Vorteile eines Büros mit Rundum-Service wie im Hotel. Der Wäscheservice liefert saubere Hemden; das Fahrzeug wird in der hauseigenen Waschhalle auf Hochglanz gebracht; gekühlte Getränke und einen gesunden Snack bringt der Etagenservice; die Rezeption verleiht BVG Umweltkarten, Motorroller oder Fahrräder; Fitnessraum, Sauna und Solarium können 24 Stunden am Tag genutzt werden; das Restaurant in der 9. Etage bietet einen spektakulären Weitblick über Berlin; für die Pause im Volkspark gibt es Picknickkörbe und Decken – mit dieser Servicevielfalt hat das Team um Robert Pfadt ein völlig neues Produkt geschaffen: das Bürohotel.
Gabriel, Uriel, Raphael – der Business Angel, der Unternehmer, der Manager, die Welt der Engel ist gestern wie heute eindeutig männlich geprägt. Fühlt sich Frau hier willkommen? Aufgefordert, sich zu engagieren? Der erste Eindruck ist nicht immer entscheidend Mit diesen Fragen und dem skeptischen Kommentar meines Mitgeschäftsführers, was ich denn bei diesem „Altherrenverein“ wolle, brach ich zur ersten Begegnung mit den Berlin-Brandenburger Business Angels auf. Prompt wurde ich den Anwesenden als „Herr Krüger“ vorgestellt, was bei einem Verhältnis von aktuell drei Frauen zu 49 Männern nicht weiter verwundert. Auch der Ablauf des ersten Matchings, zu dem ich eingeladen wurde, konnte den Eindruck, dass die Business Angels eher männlich pragmatisch und äußerst zahlen- und faktenorientiert vorgehen, nicht korrigieren. Tatsächlich befand sich keine Frau unter den Unternehmern, die ihre eindeutig technologiegetriebene Projekte, präsentierten. Ein Phänomen, das sich auch in den folgenden vier Matchings nicht änderte.
Business Angel Jason Calacanis, CEO des Portals Mahalo.com, schreibt in seinem Blog über zwielichtige “Busines Angels Foren” in den USA, die von Start-ups bis zu 6.000 Dollar für die Teilnahme an einem Pitch verlangen. Allerdings seien es vor allem Entrepreneurs, mit weniger Erfolg versprechenden Ideen, die zu zahlen bereit wären. Die Präsentation einer Geschäftsidee im Business Angels Club Berlin-Brandenburg ist selbstverständlich nach wie vor kostenlos. Der vollständige Beitrag von Jason findet sich hier.