Ein erfolgreiches Start-Up zu gründen ist keine Selbstverständlichkeit und es gibt dafür leider auch kein Patentrezept. Doch je nach Branche und Zielgruppe kann man von zwei unterschiedlichen Geschäftsmodellen sprechen: dem Bootstrapping und der Hyperexpansion. Vor- und Nachteile haben beide Modelle. Aber auch Risiken und Chancen.
Für welche Strategie man sich letztlich entscheidet, hängt auch sehr von zahlreichen Ausgangsbedingungen ab. Für das Bootstrapping wird Eigenkapital benötigt, das kontrolliert zum Zwecke der Gewinnerzielung verwendet wird. Wie der Begriff Bootstrapping (engl: bootstrap für Schnürsenkel, Stiefelschlaufe) schon vermuten lässt, muss der Gründer die (knappen) Ressourcen „fest“ an das Projekt „anbinden“. Ziel muss es sein, schon möglichst früh Gewinne zu erzielen, damit das Unternehmen langfristig ohne bzw. mit nur wenig Fremdkapital überleben kann.
Bei der Hyperexpansion jedoch steht die Erzielung von Gewinnen zu Beginn an zweiter Stelle. Hier wird primär darauf hingearbeitet, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens sowie die User-Anbindung bzw. Vernetzung zu steigern. Dem Wachstum soll später dann (automatisch) der Gewinn folgen. Fremdkapital in Form von Krediten und/oder Investitionen sind bei dieser Variante Grundvoraussetzung.
Bei beiden Varianten können Business Angels den Start-Ups tatkräftig zur Seite stehen. Sowohl durch Beteiligung als auch Beratung können Business Angels die Gründer unterstützen, die erste Phase der Unternehmensgründung zu überstehen und aus den Start-Ups erfolgreiche Unternehmen zu machen. Doch welches Geschäftsmodell man auch wählt, das Ziel muss stets vor Augen sein und die Chancen realistisch eingeschätzt werden. Denn wie verlockend die eine oder andere Variante auch erscheinen mag: Risiken bergen zwar Chancen, aber auch bei der Gründung von Facebook, dem Paradebeispiel von Hyperexpansion überhaupt, steckt eine gute Idee dahinter.
Mehr zum Thema Hyperexpansion vs. Bootstrapping können Sie hier lesen:
http://netzwertig.com/2010/07/14/startups-hyperexpansion-vs-bootstrapping/.