DIHK-Gründerreport 2010
Arbeitslosigkeit als “Motor” der Selbständigkeit? Der DIHK-Gründerreport 2010 zeichnet ein Bild vom Gründungsgeschehen in Deutschland.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat seinen Gründerreport für das Jahr 2010 herausgegeben, aus dem hervorgeht, dass das Gründungsinteresse in Deutschland im Vergleich zum letzten Jahr weiter deutlich gestiegen ist. Als Hauptgrund bzw. Hauptmotiv für die gewählte Selbständigkeit nennen die angehenden Unternehmerinnen und Unternehmer die (drohende) Arbeitslosigkeit. Leider nimmt die Gründungsqualität mit zunehmenden Gründungszahlen jedoch ab, stellt der DIHK in seinem Bericht fest, da die unternehmerische Motivation oftmals auf der Strecke bleibt und es nur wenige Gründungen mit hohem Innovationspotential gibt. Erfreulich ist jedoch, dass auch immer mehr Frauen den Einstieg in die Selbständigkeit wagen. Der Abstand zu den Männern hat sich in nur wenigen Jahren halbiert.
Der DIHK-Gründerreport 2010 nennt auch Verbesserungsvorschläge, die ein nachhaltiges Unternehmertum in Deutschland fördern und stärken sollen. Junge Menschen in Deutschland müssten für das Unternehmertum frühzeitig sensibilisiert werden und die Selbständigkeit dürfe nicht mehr nur als „Sonderweg“ betrachtet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt sei der Abbau von bürokratischen Hürden, die z.T. eine stark hemmende Wirkung hätten. Des Weiteren müsse der Beteiligungskapitalmarkt belebt werden, denn eine gute finanzielle Ausgangsposition ist nicht nur bei Kreditverhandlungen mit Bankinstituten von Vorteil. An dieser Stelle wird auch die Bedeutung von Business Angels erwähnt, die entscheidend für einen erfolgreichen Markteinstieg sein können.
Den gesamten DIHK-Gründerreport 2010 können Sie hier lesen:
