Erfinder und Erfindungen, die ihrer Zeit “voraus” sind.
Leonardo da Vinci ist wahrscheinlich das beste Beispiel für das tragische Schicksal eines Erfinders, der seiner Zeit Jahre – wenn nicht sogar Generationen – voraus war. Erst viele Jahre nach seinem Tod wurde die Bedeutung von da Vincis bahnbrechenden Überlegungen, Zeichnungen und technischen Konstruktionen überhaupt erst erkannt und weiterentwickelt. Ähnliches widerfuhr dem deutschen Lehrer Philipp Reis, dem es bereits Jahre vor der Patentanmeldung von Graham Bell, der heute als Erfinder des Telefons gilt, gelang, Sprache in elektrischen Strom zu wandeln. Doch wer erinnert sich heute noch an den Namen Reis?
Genauso unwahrscheinlich ist es, dass sich heute noch jemand an den Namen Antonino Di Leva erinnert. Di Leva, Spross einer neapolitanischen Kaffeeröster-Familie, hat vor über 40 Jahren die „Prontadose“ erfunden, den Vorreiter des heutigen Kaffee-Pads. Sein Vorhaben jedoch, die Menschen für diese neue Art von „Ein-Kaffee-Portionen“ zu begeistern, scheiterte. Di Leva konnte sein Produkt am Markt nicht durchsetzen und zog sich schließlich zurück. Heute erfreuen sich die Pads und Kapseln großer Beliebtheit, sind weltweit in Millionen von Haushalten zu finden und bescheren den Herstellern Milliarden-Gewinne. Doch an ihren eigentlichen Erfinder erinnert sich leider niemand mehr.
Was da Vinci, Reis, Di Leva und womöglich viele weitere Erfinder verbindet: sie sind oftmals ihrer Zeit voraus und bringen ihre Produkte „zu früh“ auf den Markt. Aber trotzdem haben wir ihnen viel zu verdanken, wie z.B. unsere morgendliche Tasse Kaffee.
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