Guy Kawasaki: Eher Blitzschlag als Wagniskapital
“Es ist leichter, in einem leeren Swimmingpool in Kalifornien vom Blitz getroffen zu werden, als einen Wagniskapitalinvestoren zu finden.“ Durch Zuspitzungen wie diese ist das Buch „The Art of the Start“ von Guy Kawasaki international bekannt geworden. Für jeden, der darüber nachdenkt zu gründen oder bereits im Gründen begriffen ist, bietet das nicht immer bierernst gemeinte Werk zahlreiche Denkanstöße. Gleich im ersten Kapitel etwa fragt Kawasaki nach dem wirklichen Sinn des Lebens. Der Frage müsse sich schließlich jeder stellen, der ein neues Projekt startet. Denn weder Geld, noch Macht oder Prestige könnten so kraftvoll motivieren wie das Wissen darüber, dass man die Welt zu einem besseren Ort macht, dass man die Qualität des Lebens erhöht, dass man etwas Falsches gerade rückt oder das Ende etwas wirklich Guten verhindert. Die für englische Zweckliteratur typische Empathie adäquat ins Deutsche zu übersetzen ist nahezu unmöglich, denn dann klingt es schnell übertrieben oder missionarisch. Deshalb und zum Glück gibt es das Buch bisher nur auf Englisch, zum Beispiel für 20 Euro bei bol.de.
